24.06.2010 Märkische Allgemeine Lokalnachrichten

Als sie dies im Falle eines täglich vor ihrem Bürogebäude geparkten Autos mit einer aufgeklebten 88 am Fahrzeug tat, wurde sie von Polizeibeamten ermahnt. Ansonsten drohe ihr eine Verleumdungsanzeige. Auch die Staatsanwaltschaft habe erklärt, nichts tun zu können, berichtete die Geschäftsführerin der Pur, Annette Koegst.

Dann sollte man die Polizisten in Hennigsdorf mal über rechtsextreme Symbole aufklären, sagte Funke. Auch ein Gespräch des Hennigsdorfer Bürgermeisters mit der Staatsanwaltschaft hält er für nützlich. Er ermunterte das Hennigsdorfer Aktionsbündnis, parallele Strategien zu fahren – den Laden durch regelmäßige Besuche zu ärgern, Polizei und Justiz öfter zu bemühen und sich um junge Leute zu kümmern. Denn diese seien nur anfällig für rechtsextremes Gedankengut, wenn bei ihnen durch Aggression in der Familie, Schule oder Arbeitsalltag ein Wutstau entstehe. Funke: „Wer freundliche Zuwendung bei Problemen erfährt, wird kein Rassist.“ Ausländerbeauftragte Simone Tetzlaff rief dazu auf, nicht wegzuschauen, wenn jemand in einem nationalgesinnten T-Shirt in einem Café sitze. Man sollte klar sagen, dass man dies verurteile. (Von Marion Bergsdorf)

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